Über
den Film

Mit SLOW WEST feiert John Maclean, der Regisseur des BAFTA-prämierten Kurzfilms „Pitch Black Heist“, sein Langfilmdebüt. Der Regisseur und Autor beschreibt seinen unkonventionellen Western als eine Geschichte, die „überwiegend von junger Liebe handelt“. Doch er ergänzt: „Vor allem ist dies ein Western aus schottischer Sicht, also aus der Perspektive eines Außenstehenden. Durch Jay, den jungen Protagonisten, sehen wir die Realität des Wilden Westens zu einer Zeit, in der Deutsche, Iren, Schotten und Schweden ihre Heimat hinter sich ließen und alle begannen, dieses neue Land namens Amerika zu besiedeln.“


Der aufstrebende Jungdarsteller Kodi Smit-McPhee, der den verliebten Jay spielt, sieht die Geschichte aus seiner jungen Perspektive: „Der Film hat durchaus das klassische Western-Feeling; er ist schmutzig und spannend, mit Schießereien, Blut und allem Drum und Dran. Aber er steckt eben auch voller Gefühle, und die sieht man in diesem Genre sonst kaum. Ich würde SLOW WEST deswegen als Western mit jüngerem Einschlag bezeichnen, als perfekte Mischung aus Emotionen und Action.“


Die Rolle des Silas wurde explizit für Michael Fassbender geschrieben, und so war es kein Wunder, dass der Schauspieler schon früh und intensiv in das Projekt involviert war. „Wir haben immer wieder neue Drehbuchversionen verfasst und Michael hatte dabei einige tolle Ideen. Er war wirklich fester Bestandteil des Schreibprozesses und ist ein fantastischer Mitarbeiter gewesen“, schwärmt Maclean. „Ihm war wichtig, dass das Drehbuch seinen Ansprüchen genügt. Michael ist viel mehr als nur ein Schauspieler: Er interessiert sich für jeden Aspekt des Films und will alles wissen, deswegen muss man sich ihm wirklich widmen.“


Fassbender selbst stimmt seinem Regisseur zu: „Es hat Spaß gemacht, in Silas’ Haut zu schlüpfen. Er ist ein Kopfgeldjäger und Einzelgänger, in dessen Leben es nicht besonders viel Liebe, Kameradschaft oder Freude gibt. Dadurch ist er ein wenig verbittert und zynisch geworden. Erst die Begegnung mit Jay verleiht seiner Welt wieder ein Gefühl von Hoffnung und Enthusiasmus, sodass er sich erstmals für etwas anderes interessiert als fürs Geld.“


„Die Geschichte handelt nicht zuletzt von dem Land, in dem sich die Figuren befinden, und Amerika ist letztlich ein Protagonist des Films“, ergänzt Fassbender. „Es geht um die bittere Realität des Wilden Westens, jene Regionen, wohin die Eisenbahn damals noch nicht führte, und natürlich den Menschenschlag, den es dorthin verschlug. Silas hat sich den Gegebenheiten angepasst und kann dort überleben. Aber für Jay besteht eigentlich keine Hoffnung. Also tun sie sich zusammen und fangen an, sich aufeinander zu verlassen.“